Samstag, 2. Januar 2010

Guter Vorsatz Nr. 2: Entrümpeln

Nein, nicht mein Leben, das ist ganz gut so, wie es ist und das bisschen Ballast, was ich mit mir rumschleppe, wird sich über kurz oder lang ohne großes Zutun wie von selbst in Wohlgefallen auflösen.

Ich meine das wörtliche Entrümplen von Wohnung, Keller und Garage.

Nun ist es nicht so, dass ich ein minimalistisch eingerichtetes Haus mit möglichst wenig Staubfängern haben möchte. Im Gegenteil, ich fühle mich wohl in voll gestellten Zimmern und umgebe mich gerne mit vielen schönen, brauchbaren Dingen. Ich bin ein Jäger und Sammler und habe nicht vor, daran etwas zu ändern, nur weil irgendwelche Ratgeber versprechen, wenn ich meine Zimmer entrümpele, würde auch mein Leben einfacher. Ich glaube, solche Ratgeber werden von Menschen verfasst, denen entweder das Sammlergen vollkommen fehlt oder die eine einfache Entschuldigung dafür suchen, dass sie mit ihrem Leben bzw. sich selbst nicht zufrieden sind.

Allerdings besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen "sich mit schönen brauchbaren Dingen" umgeben und "an nichts mehr richtig drankommen, weil überall Kartons mit undefinierbaren Dingen rumstehen". Nach mehr als einer Wohnungsauflösungen sammelt sich so einiges an Kisten an, vor allem wenn man unter Druck arbeitet und nicht die Zeit hat, vorher genau nachzusehen, was man da alles einpackt. Würde ich jetzt nach dem Motto der oben erwähnten Ratgeber handeln, kämen die Kartons ungesehen auf den Müll, denn was man ein Jahr lang nicht gebraucht hat braucht man wohl überhaupt nicht mehr. Nur könnte sich in der einen oder anderen Kiste noch ein Familienschatz in Form von Fotos und Unterlagen befinden, es könnten Kindheitserinnerungen darin sein oder praktische Sachen wie ein alter Dymo. Folglich heißt es: Kartons durchgehen und dann entscheiden, was wirklich in unserem Haus verbleiben soll, was ich verschenken möchte und was besser den Weg zur Onlineauktion, dem Flohmarkt oder gar dem Müllcontaier findet. Wenn der Göttergatte und ich jede Woche einen Karton durchgehen, sind das im Jahr 52 Kisten. Sollte doch ohne großen Stress zu schaffen sein, oder?

Gute Vorsätze solle man gleich in die Tat umsetzten und so haben wir einfach angefangen. Es paarte sich guter Vorsatz mit Notwendigkeit, denn wir möchten den Kellerkühlschrank an einen anderen Ort stellen und dafür muss dieser erst einmal von dem dort stehenden Regal und den darin befindlichen Kisten befreit werden. Dabei haben wir u.a. ein paar gut gestärkte Herzen gefunden, die eine meiner Tanten vor einer halben Ewigkeit gehäkelt hat:


Hat jemand von euch Verwendung dafür? Der erste, der einen Kommentar mit "Bitte die Herzen für mich" unter diesen Beitrag schreibt (und seine Adresse an ute(at)pleh(punkt)de schickt), bekommt die Häkelteile von mir zugeschickt.

Gefunden haben wir auch dieses Teil:


Keine Ahnung was das ist, ein Klebebandabroller ist es zumindest nicht. Kann mich jemand von euch über den Zweck dieses Teils aufklären? Es trägt das Zeichen für Lebensmittelecht und scheint in die Küche zu gehören.

Kommentare:

4 Kommentare
  1. Also was für ein Plastikteil das ist, kann ich dir leider nicht sagen - noch nie gesehen. Aber die Häkelherzen finde ich spitze und würde ich gerne haben wollen, falls du noch ein neues Heim dafür suchst.
    Deine Entrümpelaktion finde ich mutig - ich hätte nicht die Disziplin dafür obwohl sie bitter notwendig wär....

    Liebe Grüße und ich bin gespannt was denn da noch so alles kommt.

    Sandy

    AntwortenLöschen
  2. "Bitte die Herzen für mich"
    Mein Gott...die sind total süß!
    Hab ich Glück gehabt? Das wär echt super!

    Oh schade! Hab grad gesehen, daß Sandy schneller war! Na macht nix!

    Das könnte ein Orangenöffner sein! Ich hab sowas mal auf einer Babymesse erhalten. Sowas ähnliches halt!

    Liebe Grüße und viel Spaß beim Entrümpeln
    Angelika

    AntwortenLöschen
  3. Ich kann's leider nicht wirklich erkennen, aber könnte es eine Presse für Zitronenspalten sein?
    Die benutzt man direkt am Tisch zum Würzen/Säuern? des Fischs.
    Seanja aus'm SBT

    AntwortenLöschen
  4. Den Vorsatz habe ich die Tage in meinem Scrapzimmer in die Tat umgesetzt. Jetzt muss ich nur noch den Vorsatz "ich räume nach jeder Scrapaktion sofort auf" in die Tat umsetzen.

    Mal sehen, welche schönen Vorsätze Du noch so hast.

    Liebe Grüße
    Sandra

    AntwortenLöschen